Über den Wert des Frühstücks

Zeitmangel, Stress und Hektik verdrängen es aus dem Alltag. 

Jeder vierte Österreicher sagt, dass er darauf verzichtet. Die „wichtigste Mahlzeit am Tag“ reiht sich nun in unzählige Ess-Gelegenheiten ein. Trotzdem darf sich das Frühstück mit begehrenswerten Attributen schmücken: Schlauer, schlanker und gesünder soll es machen. 

Stimmt das alles überhaupt?

 

Und was macht ein Frühstück überhaupt zum guten Frühstück?

NACH DEM AUFSTEHEN nur schnell einen Kaffee trinken und irgendwann am Vormittag nebenher etwas essen.

Ist das Frühstücken?

Nein, sagen die österreichischen Nicht Frühstücker. Ja, behauptet eine amerikanische Arbeitsgruppe. Sie hat sich erst kürzlich um eine Definition bemüht und stellt fest: Alles, was man innerhalb der ersten zwei bis drei Stunden nach dem Aufwachen konsumiert, zählt dazu. Wer also „on the go“ eine Kleinigkeit isst oder in der Schule oder Arbeit angekommen den Magen das erste Mal füllt, frühstückt immer noch. Ob Festes oder Flüssiges ist egal, Hauptsache es liefert Energie. Vor allem für Kinder ist das wichtig. Warum? ENERGIE FÜR KOPF UND BAUCH. Schlafen gleicht einer kurzen Fastenzeit.

Im Englischen weist das Wort „breakfast“ darauf hin, dass die erste Mahlzeit am Tag das nächtliche Fasten („fast“) bricht („break“). Auch im Französischen und Spanischen sind das „petit-déjeuner“ bzw. „desayuno“ daran angelehnt – das (kleine) Ent-Fasten.

Für Kinder ist das Frühstücken wesentlich, weil ihr Körper weniger Energie speichert als der der Erwachsenen.

Gleichzeitig brauchen sie mehr: So hat das Gehirn eines 10-Jährigen eine höhere Stoffwechselaktivität und verbrennt mehr Glukose als das eines 16-Jährigen. Frühstückende Schulkinder sind daher morgens nicht nur körperlich, sondern auch geistig fitter als jene, die darauf verzichten. Vor allem am späten Vormittag macht sich der Unterschied bemerkbar.

ENTSCHEIDEND IST DIE QUALITÄT DES FRÜHSTÜCKS. IDEALERWEISE UMFASST ES DIESE VIER KOMPONENTEN:

DIE KOMBINATION DER VIER KOMPONENTEN sorgt für einen wahren Nährstoffschub und dafür, dass der Blutzucker nur langsam ansteigt. Je langsamer, desto besser können Kinder aufmerksam bleiben und sich etwas merken – ebenso wie Erwachsene.

Viel Zeit lassen sich Vollkorngetreide und Milchprodukte. Zudem gibt es einen Zusammenhang zwischen der ersten Mahlzeit am Tag und einem niedrigeren Körpergewicht. 

Warum das so ist, weiß man nicht genau, aber es scheint so zu sein, dass Frühstücker abends seltener Heißhungerattacken haben und weniger über die Stränge schlagen. 

Bei Erwachsenen wurde noch dazu beobachtet, dass regelmäßiges Frühstücken Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirkt. 

Dafür ist in erster Linie der gesteigerte Verzehr von Nahrungsfasern (Ballaststoffen) und komplexen Kohlenhydraten wie Vollkornprodukten verantwortlich. 

FRÜHSTÜCK: EINE WOHLFÜHL-CHANCE. Die erste Mahlzeit des Tages bietet eine gute Möglichkeit, von wertvollen Nährstoffen mehr aufzunehmen.

Gerade Müsli schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die Vollkornvariante von Getreideflocken, getrocknete oder frische Früchte sowie Nüsse liefern neben Ballaststoffen eine Menge Vitamine und Mineralien. 

Obendrein enthalten dazugemischte Mandeln, Walnüsse oder Haselnüsse ebenso wie Leinsamen, Hanfsamen oder Sonnenblumenkerne eine Menge ungesättigte Fettsäuren. 

Mit Joghurt oder Milch angerührt, hat man im Nu drei der vier Punkte für ein optimales Frühstück abgehakt. 

Die zu Müsli und Co. konsumierten Milchprodukte beinhalten für die Knochen wichtiges Kalzium und das an vielen Stoffwechselprozessen beteiligte Vitamin B2. Das Vitamin C in vielen Früchten hilft bei der Aufnahme von Eisen aus den Flocken. 

Für einen gleichmäßigen Anstieg des Blutzuckerspiegels ist ebenfalls gesorgt: Honig und Rosinen geben schnell Energie, Vollkorngetreideflocken, Joghurt oder Milch bummeln hinterher. Damit sind eine lange Sättigung und ein anhaltendes Energieniveau garantiert.

 

„KLUG GEMISCHTE KOMPOSITIONEN SORGEN DANN FÜR EINMALIGE GESCHMACKS-ERLEBNISSE UND PUNKTEN NOCH DAZU DURCH IDEALE NÄHRSTOFFSYNERGIEN.“

MIT GUTEM GEWISSEN darf also das Frühstück durchaus etwas süß sein. Honig – ob auf Vollkornbrot oder im Müsli – bietet sich an. Er besteht zu 80 % aus Zucker, punktet allerdings mit zahlreichen Aromastoffen, die er durch Nektar und Pollen verschiedener Blüten erhält. 

Zudem entsteht antibakteriell wirkendes Wasserstoffperoxid, wenn sich Honig in Flüssigkeit wie Wasser oder Speichel auflöst. Deshalb verursacht Honig kaum Karies. 

Der Wert von Honig geht aber über den Genuss hinaus. Insekten bestäuben weltweit 80 % aller Blüten, 85 % davon übernimmt die Honigbiene, bei Obstbäumen sogar 90 %.

DIE QUALITÄT MUSS STIMMEN. Bei allen Speisen steigern Qualität und Zeit den Genuss – die Zeit zum Essen und die Zeit für die Verarbeitung hochwertiger Rohstoffe. Das gilt auch für Müsli.

Was einen kritischen Gaumen erfreut, beginnt bei der sorgfältigen Auswahl der Zutaten in bestmöglicher Qualität. 

Dabei erfüllen Bio-Produkte die höchsten Standards. Zudem entscheidet man sich mit Produkten aus kontrolliert biologischem Anbau bewusst für eine nachhaltige Landwirtschaft und gegen den Einsatz von Pestiziden. 

Aber nur eine adäquate Verarbeitung macht aus erstklassigen Rohstoffen auch erstklassige Produkte! Denn durch das schonende und langsame Backen bewahren die Getreideflocken ihre wertvollen Inhaltsstoffe, werden richtig schön knusprig-flockig und „stauben“ nicht. 

Zudem führen klug gemischte Kompositionen zu einmaligen Geschmackserlebnissen und punkten noch dazu durch ideale Nährstoffsynergien. Damit ist ein optimaler Start in den Tag garantiert!

 

 

Die Autorin: Marlies Gruber ist Ernährungswissenschaftlerin und wissenschaftliche Leiterin des „forum. ernährung heute“, Chefredakteurin von „ernährung heute“ und von www.forum-ernaehrung.at, Lektorin für Ernährungskommunikation an österreichischen Fachhochschulen, Initiatorin des „Österreichischen Genussbarometers“ sowie Sach- und Kochbuchautorin.

 

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